Triel (Burhinus oedicnemus)
Triel (Burhinus oedicnemus)

Charakteristisch für alle Triele sind ihre langen Beine, die großen gelben Augen und das überwiegend sand- bis braunfarbene Tarngefieder, das sie auf trockenem Untergrund nahezu unsichtbar macht. Die weltweit zehn Arten unterscheiden sich im Körperbau nur wenig, besiedeln jedoch unterschiedliche Lebensräume. Während die Arten der Gattung Burhinus vor allem offene Trockenlandschaften bewohnen, sind Krabbentriel und Rifftriel der Gattung Esacus eng an tropische Küsten, Mangroven und Korallenriffe gebunden. Der Dominikanertriel und der Inkatriel bilden die eigenständige Gattung Hesperoburhinus und kommen ausschließlich in der Karibik beziehungsweise an der Pazifikküste Südamerikas vor.

Triele besiedeln überwiegend offene, trockene und spärlich bewachsene Lebensräume, in denen ihre Tarnfärbung sie hervorragend vor Feinden schützt. Die meisten Arten sind dämmerungs- und nachtaktiv und verbringen den Tag regungslos am Boden. Eine Ausnahme bilden die beiden Esacus-Arten, die an Meeresküsten nach Krebsen, Muscheln und anderen Wirbellosen suchen. In Deutschland kommt mit dem Triel (Burhinus oedicnemus) nur eine Art vor, die nach jahrzehntelangem Verschwinden seit 2011 wieder erfolgreich brütet.

Die Mehrheit der Triele gilt laut der Roten Liste der IUCN weltweit als nicht gefährdet. Lediglich der Krabbentriel und der Rifftriel werden aufgrund von Lebensraumverlusten und Störungen an den Küsten als potenziell gefährdet (Near Threatened) eingestuft. Für den Dominikanertriel und den Inkatriel liegt derzeit noch keine Bewertung der IUCN vor.

Gattungen und Arten

Triele

Triel  (Burhinus oedicnemus)
Triel
Langschwanztriel (Burhinus-grallarius)
Langschwanztriel (Australien)

Quellen und Links

  • Hume, R. and G. M. Kirwan (2020). Eurasian Thick-knee (Burhinus oedicnemus), version 1.0. In Birds of the World (del Hoyo J et al. Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. 
  • Seite „Triele“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Februar 2019, 16:21 UTC. Abgerufen: 13. Juli 2019, 13:52 UTC
  • siehe auch Literaturverzeichnis