Korallenmöwe

Ichthyaetus audouinii

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Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii)
Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii)
Karte zur Verbreitung der Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii)
Verbreitung

In den 1960er Jahren war der Bestand der Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii) auf unter 1000 Brutpaare geschrumpft. Die Art hat sich mittlerweile stark erholt. Vor allem im Ebrodelta, wo die Korallenmöwe 1981 zum ersten Mal gebrütet hat, ist die Population bis 2007 auf 14.000 Brutpaare angestiegen. Sie ist stark abhängig von den Fischabfällen der dortigen Fischindustrie.

Die deutsche Bezeichnung Korallenmöwe bezieht sich auf die Färbung des Schnabels. Der wissenschaftliche Name geht auf Charles Payraudeau zurück. Er beschrieb die Möwe als erster und widmete sie seinem Freunde, dem Ornithologen Victor Audouin.      

Steckbrief

Größe: 48-52 cm

Gewicht: 451-770 g

Verbreitung: Mittelmeerküsten   

Nahrung: ´Fische, vor allem Sardinen, auch kleine Zugvögel über dem Meer

Lebensraum: niedrige, felsige Inseln, auch sandigen Lagune oder Salzpfannen 

Zugverhalten: Dispersionszug bis Gambia

Brutzeit: April-Mai

Nest: Bodenbrüter in Kolonien, bis zu 10.000 Korallenmöwen

Höchstalter:  9 Jahre und 10 Monate   

Fortpflanzung:  3 (1-4) Eier, 1 Brut pro Jahr, Brutdauer 26-33 Tage, flügge nach 35-40 Tagen

Bestand: 31 Tausend Brutpaare in Europa

Status: nicht gefährdet (Trend: zunehmend)

In Deutschland  seltener Gastvogel, 6 Nachweise, zuletzt 2022 in Mecklenburg-Vorpommern


Vogelstimmen

Rufe

Flugrrufe


Beobachtungen in Deutschland

Karte zu den Beobachtungsorten der Korallenmöwe in Deutschland
Beobachtungen

Der erste Nachweis der Korallenmöwe in Mitteleuropa gelang erst 1956. Am 17. Januar wurde ein Altvogel am Neuenburger See (Schweiz) beobachtet. Mehr als 40 Jahre später wurde zum ersten Mal eine Korallenmöwe in Deutschland nachgewiesen, eine adulte Möwe auf der Nordsee zwischen St. Peter-Ording und Helgoland. Diese Beobachtung stellt den bisherigen nördlichsten Nachweis dieser Art für Europa dar. In Deutschland wurde die Korallenmöwe bisher sechsmal nachgewiesen, zuletzt 2022 auf der Greifswalder Oie in Mecklenburg-Vorpommern.       

Bildergalerie

Quellen und Links

Zitiervorschlag: