Fahlsegler

Apus pallidus

Fahlsegler (Apus pallidus), Foto: Viola Wege
Fahlsegler (Apus pallidus), Foto: Viola Wege
Karte zur Verbreitung des Fahlseglers (Apus pallidus), weltweit.
Verbreitung

Der Fahlsegler (Apus pallidus) ist dem in Deutschland brütenden Mauersegler sehr ähnlich. Er kann leicht mit jungen Mauersegler verwechselt werden, die in ihrem Jugendkleid ein ähnlich hell gefärbte Kehle aufweisen. Beim Fahlsegler sind aber auch die inneren Armschwingen auffällig hell gefärbt. Deutlich setzt sich die dunkle Augenbinde vom Rest des Gefieders ab.

Hilfreich für eine Unterscheidung sind auch die Rufe. Sie sind weniger schrill, als beim Mauersegler. Das Flugbild wirkt ruhiger, hat längere Gleitphasen und nicht so viele Richtungswechsel.    

Seinen Verbreitungsschwerpunkt hat der Fahlsegler in Spanien. Er ist lückenhaft im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Größere Brutvorkommen gibt es auch in Italien, Kroatien und der Türkei. 

Steckbrief

Größe: 16 cm  

Gewicht: 42 g 

Verbreitung: Mittelmeerraum und Arabische Halbinsel   

Nahrung: Fluginsekten, vor allem Hautflügler und Schnabelkerfe 

Lebensraum: Gebäude, selten Felsenwände, gerne mit Mauerseglern

Zugverhalten: Zugvogel im tropischen Afrika

Nest: in Spalten und Hohlräumen von Gebäuden, Nistmaterial wird im Flug gesammelt

Brutzeit: März - Juli 

Fortpflanzung: monogame Saisonehe, 2-3 (1-4) Eier, 2 Bruten pro Jahr, Brutdauer 20-23 Tage, flügge nach ca. 46 Tagen 

Höchstalter: unbekannt  

Bestand: 63-106 Tausend Brutpaare in Europa, 0,84-1,4 Millionen Vögel weltweit

Status: nicht gefährdet, Trend: stabil

In Deutschland: seltener Gastvogel, zwischen 2000 und 2017 siebzehnmal sicher nachgewiesen


Vogelstimmen

Flufrufe

Mauersegler


Beobachtungen in Deutschland

2000-2017
2000-2017

Der Fahlsegler ist in Deutschland ein seltener Gast. Der im Mittelmeerraum und auf der Arabischen Halbinsel brütende Segler verirrt sich nur selten nach Norden. Er ist seit 2000 nur siebzehnmal in Deutschland nachgewiesen worden. Mit neun Nachweisen sind mehr als die Hälfte der Beobachtungen auf Helgoland gemacht worden. Nur fünfmal wurde der Fahlsegler nicht an der Nordseeküste beobachtet. Elf Nachweise erfolgten im Herbst, fünf im Sommerquartal.    

Dieser Segler ist nur schwer von jungen Mauerseglern zu unterscheiden. Er wird vermutlich oft übersehen. 

Bildergalerie

Quellen und Links

  • Alves P (2021): Fahlsegler (Apus pallidus) - Rufe, XC636584. Erreichbar unter www.xeno-canto.org/636584
  • Bauer HG, Bezzel E, Fiedler W (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas; Aula-Verlag, Wiesbaden
  • Keller V et al. (2020): European Breeding Bird Atlas 2: Distribution, Abudance and Change. European Bird Census Council & Lynx Edicions , Barcelona
  • Swift O (2019): Mauersegler (Apus apus) - Rufe. XC510982. Erreichbar unter www.xeno-canto.org/510982
  • Wege V (2021): Fotos, alle Bildrechte bei der Fotografin 

Zitiervorschlag: