Regenpfeifer 

Charadriidae
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Weiblicher Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula)
Weiblicher Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula)
Karte zur Verbreitung der Regenpfeifer (Charadriidae)
Verbreitung

Die Regenpfeifer sind kleine bis mittelgroße Watvögel innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen, die in der Regel kurze Schnäbel haben. Sie ernähren sich meistens von wirbellosen Tieren und bevorzugen offen Landschaften mit Gewässern. 

Regenpfeifer sind wegen ihres Fleisches und der Eier ein beleibtes Jagdobjekt gewesen. Manche Arten sind heute noch wegen des Jagdruckes in ihrem Bestand gefährdet.  

Gattungen und Arten

Pluvialis

Die Gattung Pluvialis fasst vier Arten zusammen. Der Goldregenpfeifer brütet mit nur noch wenigen Paaren in Deutschland. Der Kiebitzregenpfeifer tritt als Zugvogel im deutschen Wattenmeer auf und ist gelegentlich auch im Binnenland zu beobachten.

Der Gattungsname Pluvialis (lat. pluviam Regen) geht auf den Biologen Carl von Linné zurück, der für die Vögel festhielt: "Sie heißen Regenpfeifer, weil sich sie sich sammeln und rufen bevor es anfängt zu regnen".  

Kiebitzregenpfeifer (Pluvialis squatarola)
Kiebitzregenpfeifer
Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria)
Goldregenpfeifer
Verbreitung der Gattung Pluvialis
Verbreitung

Kiebitze (Vanellus)

Zur Gattung der Kiebitze (Vanellus) werden weltweit 24 Arten gezählt. Der Kiebitz (Vanellus vanellus) brütet auch in Deutschland. Er ist in seinem Bestand stark gefährdet, Rote Liste Kategorie 2. Der Steppenkiebitz ist ein Brutvogel der kasachischen Steppe. Dieser sehr seltene Vogel wird mittlerweile jährlich in Mitteleuropa nachgewiesen und auch oft in Deutschland.

Der Gattungsname Vanellus ist das Diminutiv von vannus. Damit wurde die Getreideschwinge bezeichnet, einem einfachen Gerät zum Trennen von Spelzen und Körnern nach dem Dreschen. Das Schwingen der Getreideschwinge macht ähnliche Geräusche wie der Flügelschlag des Kiebitzes im Balzflug.    

Kiebitz (Vanellus vanellus)
Kiebitz
Spornkiebitz (Vanellus spinosus)
Spornkiebitz
Steppenkiebitz (Vanellus gregarius)
Steppenkiebitz

Charadrius

Die Gattung Charadrius beschreibt 31 meist kleine Regenpfeifer, die weltweit verbreitet sind. Der Gattungsname leitet sich aus dem griechischen kharadrios ab. Damit wird ein unscheinbarer, nachtaktiver Vogel bezeichnet, der in Schluchten und Flusstälern lebt. Eine Beschreibung, die auf die drei in Deutschland brütenden Arten nicht zutrifft. Der Flussregenpfeifer bevorzugt natürliche Flussläufe mit Kiesbänken und ist heutzutage eher in Kieswerken und Steinbrüchen als an begradigten Flussläufen anzutreffen. Sandregenpfeifer und Seeregenpfeifer sind Brutvögel an den deutschen Küsten.  

Sandregenpfeifer (Charadrius hiaticula)
Sandregenpfeifer
Flussregenpfeifer (Charadrius dubius)
Flussregenpfeifer
Seeregenpfeifer (Charadrius alexandrinus)
Seeregenpfeifer

Amerikanischer Sandregenpfeifer
Amerikanischer-Sandregenpfeifer
Keilschwanz-Regenpfeifer (Charadrius vociferus)
Keilschwanz-Regenpfeifer
Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus)
Mornellregenpfeifer

Quellen und Links

  • Bauer HG, Bezzel E, Fiedler W (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas; Aula-Verlag, Wiesbaden
  • Gedeon K, et al.(2014): Atlas Deutscher Brutvogelarten – Atlas of German Breeding Birds; Herausgegeben von der Stiftung Vogelmonitoring und dem DDA; Münster
  • Jobling, JA (2010). The Helm Dictionary of Scientific Bird Names. London: Christopher Helm
  • Seite „Regenpfeifer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Februar 2019, 16:57 UTC.