Größe: 35–43 cm;
Spannweite 88–105 cm
Gewicht: 185–242 g
Verbreitung: Brutvorkommen im Roten Meer, Indischen Ozean und Pazifik; im Mittelmeer ausschließlich vor Libyen; Überwinterung entlang afrikanischer Küsten bis Westafrika
Nahrung: vorwiegend Fische, auch Garnelen; Nahrungserwerb durch Stoßtauchen und Aufnehmen von der Wasseroberfläche
Lebensraum: tropische und subtropische Küsten; Meeresbereiche, Strände, Flussmündungen; Brut auf flachen Sand- und Koralleninseln
Zugverhalten: teilweise Zugvogel; Mittelmeerpopulation zieht nach der Brut entlang Nordafrika über Straße von Gibraltar nach Westafrika; Rückzug im Frühjahr mit Höhepunkt im Mai
Brutzeit: regional unterschiedlich; im Mittelmeer Juli–August; im Persischen Golf Mai–Juni
Nest: flache, unverkleidete Mulde im Sand oder zwischen Muscheln; Koloniebrüter auf Inseln
Fortpflanzung: monogam; 1 Ei, selten 2; Brutdauer 21–26 Tage; Jungvögel verlassen das Nest nach 2–4 Tagen; flügge nach 30–35 Tagen; Betreuung durch Altvögel bis etwa 5 Monate
Höchstalter: unbekannt
Bestand: etwa 225.000 Brutpaare weltweit
Status: nicht gefährdet (LC)
In Deutschland: drei Nachweise; zuletzt 2016 in Mecklenburg-Vorpommern
Die Rüppellseeschwalbe ist bisher dreimal in Deutschland nachgewiesen. Sie ist ein Brutvogel, dessen Verbreitungsschwerpunkt im Indopazifik bis hin zum Roten Meer liegt. Das einzige regelmäßige Brutvorkommen im Mittelmeerraum befindet sich auf vorgelagerten Inseln vor der Küste Libyens. Die Überwinterungsgebiete erstrecken sich entlang der afrikanischen Küsten bis nach Westafrika.
In Europa tritt die Art regelmäßig als Irrgast in Spanien auf, insbesondere im Sommerhalbjahr. Von dort aus gelangen einzelne Vögel entlang der Atlantikküste weiter nach Norden und erreichen auch Großbritannien, wo sie primär im späten Frühjahr und Frühsommer ab Mai auftreten und sich teilweise über längere Zeiträume in Seeschwalbenkolonien aufhalten.
Die drei deutschen Nachweisen passen in diese Schema. Sie fallen alle in die Sommermonate. Zweimal tauchte die Rüppelseeschwalbe in Bayern und einmal in Mecklenburg-Vorpommern auf:
Die Rüppellseeschwalbe ähnelt in Größe und Gestalt der Brandseeschwalbe, wirkt jedoch mit etwas kürzerem, weniger gegabeltem Schwanz und einem kräftigeren, dotter- bis orangegelben Schnabel kompakter; Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen werden im Text nicht hervorgehoben. Im Brutkleid zeigen adulte Vögel eine bläulich graue Oberseite, helle Handschwingen und einen sehr schmalen weißen Stirnstreif, während im Schlichtkleid die Stirn breit weiß ist und die Kopfplatte schwarz gezeichnet bis schwarz erscheint. Jungvögel ähneln jungen Brandseeschwalben mit kontrastreicher dunkler Querzeichnung der hellen Oberseite, dunkleren Schwingen und einem helleren, graulichgelben Schnabel.
Jungvögel: die Mauser des Jugendkleides setzt im Spätsommer (ab August/September) mit dem Kleingefieder ein; im Verlauf des Herbstes werden auch größere Federn ersetzt
2. Kalenderjahr: Gefieder nähert sich zunehmend dem adulten Erscheinungsbild an, jedoch noch unvollständig; weitere Mauserabschnitte führen schrittweise zum Adultkleid
Altvögel: Vollmauser (Übergang vom Brutkleid ins Schlichtkleid) beginnt nach der Brut und dauert bis in den Winter. Teilmauser im Winterquartier (etwa Februar bis März/April) leitet den Übergang zurück ins Brutkleid ein
Zitiervorschlag:
Trepte, A. (2026): [Seitentitel]. Abgerufen am [TT. Monat JJJJ], von [URL]
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