Habichtsadler

Aquila fasciata

Schutzstatus des Raubwürgers gemäß der Roten Liste der Brutvögel des IUCN, EU, in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Schutzstatus

Habichtsadler (Aquila fasciata); Oman (Dezember 2025)
Habichtsadler (Aquila fasciata); Oman (Dezember 2025)

Größe: 55–67 cm

Gewicht: ♂ 1400–2240 g; ♀ 2100–3025 g

Verbreitung: NW Afrika, Iberische Halbinsel, Mittelmeerraum, Naher Osten, Arabien bis Afghanistan, Pakistan, Indien, N Indochina, SE China; Wintergast in NW Afrika bis N Senegal; Unterart renschi Kleine Sundainseln

Nahrung: mittelgroße Vögel und Säugetiere; Eidechsen; opportunistisch

Lebensraum: warme, sonnige Gebirgs- und Hügellandschaften; Felsen, Klippen; Busch- und Strauchvegetation (Macchie, Garrigue); auch offene Flächen, Weiden, Agrarland, Feuchtgebiete; teils anpassungsfähig an menschliche Nutzung

Zugverhalten: überwiegend Standvogel; Jungvögel dispersiv, weite Wanderungen bis mehrere 100 km; Nutzung nahrungsreicher Gebiete; gelegentlich Vagabund 

 

Brutzeit: Feb–Mitte März (Mittelmeerraum); Dez (Indischer Subkontinent)

Nest: auf Felsvorsprüngen oder Bäumen; große Horste aus Zweigen, mit grünen Blättern ausgekleidet; mehrere Nester pro Paar, abwechselnd genutzt

Fortpflanzung: monogam; 1–2 Eier, selten 3; 1 Brut/Jahr; Brutdauer 37–41 Tage; flügge nach 60–70 Tagen; Betreuung mehrere Monate; Geschwistermord möglich

Höchstalter: bis 20 Jahre (Gefangenschaft)

Bestand: 1100–1200 Brutpaare in Europa; 20.000-50.000 Vögel weltweit

Status: nicht gefährdet; Trend: abnehmend

In Deutschland: sehr seltener Irrgast; 10 Nachweise; zuletzt 2022


Stimme

Die Art ist insgesamt recht schweigsam, zeigt jedoch besonders während der Brutzeit und Balzflüge eine Reihe auffälliger Lautäußerungen.

Typisch sind helle, durchdringende Jauchzer wie „gijüü-gijüü“ oder „juiii-juiii“🔊, die vor allem am Horst und bei Balzflügen zu hören sind; dabei steigert sich die Intensität häufig, wenn das ♂ mit Beute einfliegt und vom beantwortet wird.

Daneben treten hohe Rufreihen („jib-jib-jib“) sowie pfeifende, flötende und keckernde Laute auf, außerdem bellende, gurgelnde und grunzende Töne im Nestbereich oder bei Erregung.

Insgesamt ist die Art außerhalb der Fortpflanzungszeit nur selten zu hören, wobei die Lautaktivität deutlich an Brutgeschehen und soziale Interaktionen gebunden ist.

Merkmale

Adulte Vögel (♂ und ♀): Oberseite überwiegend schokoladenbraun mit mehr oder weniger deutlich hell gesäumten Federn; am Vorderrücken oft ein auffälliger weißer Fleck. Unterseite von Kinn bis Afterregion meist weiß bis leicht rostbraun überhaucht mit dunklen Schaftstreifen; breite dunkle Schwanzendbinde und charakteristisches dunkles Band über die Flügelunterseite.

Jugendkleid: Oberseite ebenfalls dunkelbraun, jedoch ohne die weißen Flecken im Rückenbereich. Unterseite insgesamt gleichmäßiger gefärbt, oft rostbraun, nach hinten aufhellend bis fast weiß. Schwanz ohne ausgeprägte breite Endbinde, Flügelunterseite insgesamt heller als bei Altvögeln.

Übergangskleider: allmähliche Entwicklung von adulten Merkmalen mit zunehmender Weißzeichnung im Rücken und stärkerer Streifung der Unterseite; Färbung und Zeichnung variabel und teils an andere Greifvögel erinnernd.

Quellen und Links

Zitiervorschlag:

Trepte, A. (2026): [Seitentitel]. Abgerufen am [TT. Monat JJJJ], von [URL]

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