Rostgans

Tadorna ferruginea

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Fliegende Rostgans auf Fuerteventura
Fliegende Rostgans auf Fuerteventura

Die Rostgans (Tadorna ferruginea) ist besonders anpassungsfähig und besetzt eine Vielzahl von Lebensräumen. Bis in 4800 Höhe brüten die Vögel. Die zentralasiatischen Population überwintern südlich der tibetischen Hochebene. Sie überqueren regelmäßig den Himalaya. Dabei beträgt die maximale Flughöhe über 6000 m. 

Rostgänse sind monogam. Die Paarbindung kann über mehrere Jahre halten. Sie werden deshalb in Buddhismus als Symbol für Treue verehrt. 

Steckbrief

Größe: 61-66 cm

Gewicht: 1260-1640g

Verbreitung: Nordostafrika, Südosteuropa bis Zentralasien,  in Mitteleuropa eingeführt 

Nahrung: Gräser und Samen, auch Weichtiere und kleine Krebse

Lebensraum: Brack-, Salz- und Süßwasserseen. 

Zugverhalten: Zugvogel in Südosteuropa und Zentralasien

Brutzeit: März - April

Höchstalter: unbekannt  

Fortpflanzung: monogam vermutlich Dauerehe, 8-9 Eier, 1 Brut pro Jahr, Brutdauer 28-29Tage, flügge 55 Tagen, danach meist selbstständig

Bestand: 160-200 Brutpaare in Deutschland, 17-26 Tausend in Europa, 170-220 Tausend Vögel weltweit. 

Status: nicht gefährdet (Trend: abnehmend)

In Deutschland  Neozoon, kleinere Brutvorkommen in NRW und BaWü.


Vogelstimmen

Rufe

Flugrufe


Verbreitung in Deutschland

Karte zur Verbreitung der Rostgans (Tadorna ferruginea) in Deutschland
Verbreitung

Die Rostgans kam in Mitteleuropa bis ins späte Mittelalter als Brutvogel vor und ist dann vermutlich während der Kleinen Eiszeit ausgestorben. Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts brütet sie wieder in Deutschland. Die Wiederansiedlung geht auf Gefangenschaftsflüchtlinge zurück. Es kommt aber auch gelegentlich zu Einflügen, die durch Ringablesungen belegt sind. Ein Einfluss von Wildvögeln kann nicht ausgeschlossen werden. Zurzeit wird der Brutbestand auf 160-200 Paare geschätzt mit zunehmender Tendenz.    

Bildergalerie

Quellen und Links

Zitiervorschlag: