Gänsesäger

Mergus merganser

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Schwimmender männlicher Gänsesäger
Männlicher Gänsesäger
Karte zur Verbreitung des Gänsesägers.
Verbreitung

Der Gänsesäger ist ein Säger der an der Küsten, an stehenden und langsam fließenden Gewässern, aber auch an stark strömenden Gebirgsbächen brütet. Als Höhlenbrüter kommt er an der Deutschen Küsten nur im Bereich der bewaldeten Regionen vor. Weitere Schwerpunkte im Vorkommen gibt es entlang der Oder und in Bayern südlich der Donau bis in die Alpen.

Mit seinem langen, schmalen und gesägtem Schnabel ist er ein hervorragender Fischjäger, der deswegen bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts stark bejagt wurde. Seit dem ein Jagdverbot in Deutschland erlassen wurde haben sich die Bestände deutlich erholt. Vor allem das Anbringen von künstlichen Nisthilfen hat die Wiederansiedlung der Vögel deutlich gefördert. Zurzeit wird der Brutbestand auf maximal 1100 Brutpaare in Deutschland geschätzt

Fischereiverbände in Bayern und in der Schweiz fordern seit einigen Jahren wieder den Schutzstatus des Gänsesägers aufzuheben und eine Bejagung oder Vergrämung wieder zuzulassen. 

Steckbrief

Größe: 58-72 cm

Gewicht: 900-2100 g 

Verbreitung: Holarktisch, Nordamerika, Nordosteuropa, Zentralasien bis zum Pazifikgesamte boreale Zone

Nahrung: Fische

Lebensraum: Baumbrüter, Flüsse, Seen und Küsten mit Baumbestand

Zugverhalten: Zugvogel 

Höchstalter: 14 Jahre und 11 Monate 

Brutzeit: März - Juni 

Fortpflanzung: monogame Saisonehe, 8-12 Eier, 1 Brut pro Jahr, Brutdauer 30-32 Tage, 

flügge nach 60-70 Tagen, oft vorher selbstständig

Bestand: 950-1100 Brutpaare in Deutschland, 66-103 Tausend in Europa, 1,7-2,4 Millionen Vögel weltweit 

Status: nicht gefährdet (Trend: unbekannt)

In Deutschland  Jahresvogel, Zugvogel und Wintergast, brütet vor allem im Alpenvorland, entlang der Oder und an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste, nicht gefährdet, Trend zunehmend


Vogelstimmen

Flugrufe

Balz (m/w-Duett)


Bildergalerie

Quellen und Links

  • Bauer HG, Bezzel E, Fiedler W (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas; Aula-Verlag, Wiesbaden
  • BirdLife International 2018. Mergus merganser . The IUCN Red List of Threatened Species 2018: e.T22680492A132054083. (abgerufen am 24.02.2020)
  • Carboneras, C. & Kirwan, G.M. (2019). Goosander (Mergus merganser). In: del Hoyo, J., Elliott, A., Sargatal, J., Christie, D.A. & de Juana, E. (eds.). Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. (abgerufen am 24.02.2020).
  • Kartenvorlage: Karte: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de
  • Gedeon, K., C. Grüneberg, A. Mitschke, C. Sudfeldt, W. Eickhorst, S. Fischer, M. Flade, S. Frick, I. Geiersberger, B. Koop, Bernd, M. Kramer, T. Krüger, N. Roth, T. Ryslavy, S. Stübing, S. R. Sudmann, R. Steffens, F. Vökler, K. Witt (2014): Atlas Deutscher Brutvogelarten – Atlas of German Breeding Birds. Herausgegeben von der Stiftung Vogelmonitoring und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten. Münster
  • Seite „Gänsesäger“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Juni 2019, 08:41 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=G%C3%A4nses%C3%A4ger&oldid=189387459 (Abgerufen: 7. Juli 2019, 11:07 UTC)