Avi-Fauna

Diese Seite stellt 330 der 549 in Deutschland seit 1800 bisher beobachteten Vogelarten vor. Insgesamt gibt es zurzeit 305 Brutvögel in Deutschland. 29 Arten sind seit 1800 als Brutvogel in Deutschland ausgestorben. Aufgeführt sind auch einige Arten, die schon häufiger in benachbarten Ländern nachgewiesen wurde und deren Auftreten in Deutschland nicht unwahrscheinlich ist.

Nachrichten aus der Ornithologie

Wenn der Kühlschrank vom Sperlingskauz auftaut

Foto: Adam Kumiszcza / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)
Sperlingskauz

Die Klimaerwärmung wirkt sich auf Vorratshaltung des Sperlingskauzes aus. Im Herbst legt die kleinste nordeuropäische Eulenart Vorräte für den Winter an. Bevorzugt in alten Spechthöhlen werden Wühlmäuse gelagert, um das knappe Nahrungsangebot im Winter zu überbrücken. Die tiefen Temperaturen des Winters haben bisher dafür gesorgt, dass die gekühlten Mäuse lange frisch blieben. Die Klimaerwärmung, die zu milderen regnerischen Winter führt, hat zur Folge, dass der Vorrat der Eulen rascher verdirbt. Studien an finnischen Sperlingskäuzen über 16 Jahren haben jetzt gezeigt, dass die kleinen Käuze ihre Vorratsstrategie an den Klimawandel anpassen. Sie legen ihre Vorratskammern deutlich später an. Es bleibt abzuwarten, ob sich die veränderte Nutzbarkeit und die schlechtere Qualität der Nahrung auf die Population der Sperlingskäuze und anderer Tierarten, die Vorräte anlegen, auswirken wird. Die Wissenschaftler vermuten in diesem Zusammenhang größere Auswirkungen auf das Beziehungsgefüge im Ökosystem borealer Lebensräume.

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Eifärbung beeinflusst Bruterfolg beim Wiedehopf

Wiedehopf
Wiedehopf

Die Bürzeldrüse des Wiedehopfweibchens beherbergt symbiontische Bakterien, die die Eifärbung beeinflussen. Nach der Eiablage überzieht das Weibchen die Eier mit einem Sekret der Bürzeldrüse. Das schützt die Embryonen vor einer Infektion durch die Eischale hindurch. An diesem Schutz sind Bakterien der Bürzeldrüse beteiligt. Je heller die Farbe des braunen Überzuges ist, desto besser sind die Embryonen im Ei vor einer Infektion geschützt. Untersuchungen in Spanien haben jetzt gezeigt. Die Männchen, die die brütenden Weibchen mit Futter versorgen, eine besser Fürsorge zeigen, je heller der Überzug der schützenden Bakterien auf dem Eiern ist.   

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