Löffelente

Spatula clypeata

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Männliche Löffelente im Prachtkleid.
Männliche Löffelente im Prachtkleid.

Löffelenten sind mit ihrem mächtigen Schnabel sicherlich die auffälligsten Gründelente. Sie ist in Mitteleuropa Brutvogel und tritt vor allem zur Zugzeit in größeren Gruppen auf. Wie bei den Gründelenten üblich, sind die Weibchen recht unscheinbar gefärbt, während das Männchen im Prachtkleid mit seinem rot-weiß-grünen Federkleid, sehr auffallend gefärbt ist.

Bilderarchiv zur Löffelente.

Karte zur weltweite Verbreitung der Löffelente
Weltweite Verbreitung

Merkmale

 Löffelenten sind nur etwas kleiner als Stockenten. Im Prachtkleid ist das Gefieder der Männchen sehr auffällig rot, weiß, grün gefärbt und sie haben einen himmelblauen Vorderflügel. Die Mauser ins Schlichtkleid setzt meist Mitte Juni ein. Mitte Juli bis Ende August werden die Schwungfedern gemausert, die Vögel sind dann flugunfähig. Die Kleingefiedermauser kann sich bis in den Dezember hinziehen. Bei weiblichen Vögeln setzt die Mauser wegen der Aufzucht der Jungvögel später ein. Wie alle Gründelenten sind die Weibchen das ganze Jahr unauffällig braun gefärbt, die Männchen hingegen nur im Schlichtkleid. Sie sind dann schwer von den Weibchen zu unterscheiden.

Vorkommen in Deutschland

 Der Brutbestand der Löffelente umfasst 2500 - 3000 Brutpaare. Die Verbreitung beschränkt sich weitgehend auf das norddeutsche Tiefland. Der Dümmer ist ein exponiertes Vorkommen im Binnenland. Im Bereich des Mittelgebirges gibt es vereinzelt kleine lokale Bestände zum Beispiel in der Rheinebene, der hessischen Wetterau oder am Altmühlsee. Im Alpenvorland gibt es kleinere Vorkommen an der Donau oder der Isar.

Vogelstimmen

Löffelenten sind wenig rufaktiv, ihre Stimme ist nicht sehr markant

Beobachtungsmöglichkeiten

Enten sind in der Regel sehr scheue Vögel, die sich am besten aus einem Tarnversteck heraus beobachtet und fotografieren lassen. Die Fotos auf dieser Seite sind am Lüttmoorsiel im Beltringharder Koog auf der Insel Texel und aus den Beobachtungshütten im Katinger Watt entstanden.

Quellen und Links

  • Informationen zur Löffelente in der Wikipedia
  • Aktuelle Beobachtungen in der Datenbank von naturgucker.de
  • Gedeon, K., C. Grüneberg, A. Mitschke, C. Sudfeldt, W. Eickhorst, S. Fischer, M. Flade, S. Frick, I. Geiersberger, B. Koop, Bernd, M. Kramer, T. Krüger, N. Roth, T. Ryslavy, S. Stübing, S. R. Sudmann, R. Steffens, F. Vökler, K. Witt (2014): Atlas Deutscher Brutvogelarten – Atlas of German Breeding Birds. Herausgegeben von der Stiftung Vogelmonitoring und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten. Münster
  • Kartenvorlage: Karte: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de