Größe: 17–20 cm
Gewicht: 18–25 g
Verbreitung: Nördliches und östliches Europa sowie weite Teile Asiens; Ausbreitung nach Westen;
Nahrung: überwiegend Wirbellose, besonders Insekten und deren Larven
Lebensraum: Feuchtgebiete, Sümpfe, Seeufer, nasse Wiesen und tundrennahe Landschaften
Zugverhalten: Langstreckenzieher, Überwinterung in Südasien und Südostasien
Brutzeit: April - Juni
Nest: Bodennest in dichter Vegetation
Fortpflanzung: monogam; 3–6 Eier; 2 Bruten pro Jahr; Brutdauer zwei Wochen; Nestlingszeit rund 10–13 Tage
Höchstalter: 8 Jahre
Bestand: 0-3 Brutpaare in Deutschland; 162.000-373.000 in Europa; 2-5 Millionen Vögel weltweit.
Status: nicht gefährdet (Least Concern)
In Deutschland: sehr seltener Brutvogel, noch nicht etabliert. Sehr seltener Durchzügler.
Die Stimme ähnelt der der Schafstelze, wirkt jedoch insgesamt lauter und schriller, teils auch härter und erinnert stellenweise an die Bachstelze. Die Rufe🔊 sind kurz und durchdringend, etwa „sitt“, „zlitt“, „strip“ oder „dziip“, gelegentlich auch als Doppelruf in schneller Folge; Warnrufe am Brutplatz klingen zweisilbig und werden bei Angriffsflügen von zirpendem Geschrei begleitet. Der Gesang 🔊besteht aus rasch aufeinanderfolgenden, schwatzenden, rufartigen Elementen und ähnelt dem der Schafstelze, wird häufig im Sitz oder im Singflug vorgetragen.
Die Zitronenstelze ist ein Langstreckenzieher, der Mitteleuropa nur auf dem Durchzug berührt. Der Herbstzug setzt ab Mitte August ein und erstereckt sich bis in den November. Der Frühjahrszug verläuft vergleichsweise spät und reicht von März bis Ende Mai, wobei Beobachtungen in Mitteleuropa meist erst ab Anfang April einsetzen. Vögel aus Mitteleuropa, einschließlich Deutschland, überwintern vor allem in Südchina, in Nordindochina sowie auf dem Indischen Subkontinent von Nordwest-Thailand bis Pakistan und weiter südwärts bis Südindien.
Das Männchen im Brutkleid zeigt einen insgesamt lebhaft zitronengelben Kopf und eine gelbe Unterseite, während Nacken und oft auch der Vorderrücken schwarz abgesetzt sind. Die übrige Oberseite erscheint aschgrau mit kontrastreich schwarz-weißen Flügel- und Schwanzpartien.
Das Weibchen ist insgesamt blasser gefärbt, mit gelblich bis gelbgrünlich getönten Kopfpartien, grauer Oberseite und einem schwach bis deutlich angedeuteten dunklen Fleckenband im Kropfbereich.
Im Schlichtkleid wirken beide Geschlechter deutlich unauffälliger, mit grauer Oberseite, blassgelblicher bis weißlicher Unterseite und markanten weißen Flügelbinden, während Jungvögel einer Schafstelze ähneln, jedoch durch einen breiten weißen Überaugenstreif, kräftig weiß gesäumte Flügeldecken und einen oft geschlossenen dunklen Kehllatz gekennzeichnet sind.
Zitiervorschlag:
Trepte, A. (2026): [Seitentitel]. Abgerufen am [TT. Monat JJJJ], von [URL]
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