Weißwangengans

Branta leucopsis

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Weißwangengans im Beltringharder Koog
Weißwangengans im Beltringharder Koog

Die Weißwangengans (Branta leucopsis), die wegen ihrer Kopfzeichnung auch als Nonnengans bezeichnet wird. Ist in Deutschland vor allem ein Wintergast, der seit den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts auch in Deutschland brütet. 

Nachdem die globale Population bis in die 1950er Jahre auf nur noch 50 Tausend Vögel eingebrochen war, hat sich der Bestand rasant erholt. 2015 wurde der Bestand auf 880 Tausend Individuen geschätzt. In Deutschland überwintern vor allem Weißwangengänse, die in der Barentssee brüten. Sie treffen Anfang Oktober im Winterquartier ein und ziehen ab März zurück in das Brutgebiet. Während die Ringelgans als Winterhabitat die Salzwiesen und das Wattenmeer bevorzugt, zieht es die Weißwangengans auf Wiesen und andere landwirtschaftlich genutzte Flächen in Norddeutschland. Fast 400 Tausend Weißwangengänse überwintern mittlerweile in Mitteleuropa, davon ca. zweidrittel in den Niederlanden und in Deutschland. 

Steckbrief

Größe: 58-71 cm

Gewicht: 1290-2400g

Verbreitung: Westgrönland, Spitzbergen, Barentssee, ME v.a. Niederlande

Nahrung: Blätter, Knospen, Gräser, Wintersaat

Lebensraum: Brütet in der Tundra auf Felskuppen in Gewässernähe, in ME vegetationsarme Standorte  

Zugverhalten: Zugvogel, in ME Standvogel

Brutzeit: Mai - Juli 

Fortpflanzung: Koloniebrüter, monogame Dauerehe,  4-5 Eier, eine Brut pro Jahr,

Brutdauer: 24-25 Tage, flügge nach 40-45 Tagen, Führung bis ins Winterquartier

Bestand: 400-500 Brutpaare in Deutschland, ca. 2,5 Tausend in ME, ca. 880 Tausend Vögel weltweit

Höchstalter: 27 Jahre, 33 in Gefangenschaft 

Status: nicht gefährdet (Trend: zunehmend)

In Deutschland JahresvogelZugvogel und Wintergast in Norddeutschland, brütet seit 1988 in Norddeutschland, Brutvögel sonst eher Gefangenschaftsflüchtlinge


Vogelstimmen

Flugrufe

Rufe


Bildergalerie

Quellen und Links

  • Bilderarchiv zur Weißwangengans auf photo-natur.de
  • Bauer, Hans-Günter; Bezzel, Einhard; Fiedler, Wolfgang (2005): Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas. Aula-Verlag, Wiesbaden
  • BirdLife International 2018. Branta leucopsis . The IUCN Red List of Threatened Species 2018: e.T22679943A131909954. Downloaded on 02 February 2020.
  • Carboneras, C. & Kirwan, G.M. (2020). Barnacle Goose (Branta leucopsis). In: del Hoyo, J., Elliott, A., Sargatal, J., Christie, D.A. & de Juana, E. (eds.). Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. (retrieved from https://www.hbw.com/node/52822 on 2 February 2020).
  • Gedeon, K., C. Grüneberg, A. Mitschke, C. Sudfeldt, W. Eickhorst, S. Fischer, M. Flade, S. Frick, I. Geiersberger, B. Koop, Bernd, M. Kramer, T. Krüger, N. Roth, T. Ryslavy, S. Stübing, S. R. Sudmann, R. Steffens, F. Vökler, K. Witt (2014): Atlas Deutscher Brutvogelarten – Atlas of German Breeding Birds. Herausgegeben von der Stiftung Vogelmonitoring und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten. Münster
  • Karte: San Jose, 1 April 2007, adapted by Chumwa, 6 May 2008 [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons