Der Terekwasserläufer hat in Deutschland den Status eines seltenen Irrgastes. Die regulären Zugwege verlaufen deutlich östlicher über Osteuropa und den Nahen Osten, sodass Vögel, die Deutschland erreichen, vom Hauptzuggeschehen abgewichen sind. Seit den 1990er Jahren werden dennoch regelmäßig 3–5 Individuen jährlich festgestellt. In den 1980er Jahren lag die Jahresrate noch bei weniger als einem Vogel.
Der Heimzug konzentriert sich auf die zweite Maihälfte. Auf den Mai entfallen gut 50 % aller Nachweise. Erste Vögel können bereits Ende April erscheinen. Der Juni bringt mit etwa 12 % der Jahressumme einen schwächeren Zwischenbereich, bevor im Juli ein zweiter Gipfel folgt: Altvögel verlassen frühzeitig die Brutgebiete und machen rund 23 % aller Beobachtungen aus. Seltener sind Nachweise im August und September. Von Oktober bis März fehlt die Art vollständig.
Geografisch dominieren küstennahe Feuchtgebiete an Nord- und Ostsee. Schleswig-Holstein stellt mit 55 % aller Nachweise das weitaus häufigste Bundesland, gefolgt von Niedersachsen (15 %) und Mecklenburg-Vorpommern (14 %). Das Katinger Watt ist mit 22 Beobachtungen der bedeutendste Einzelstandort in Deutschland, gefolgt vom Dithmarscher Speicherkoog (7) sowie der Wedeler Marsch und dem Rickelsbüller Koog (je 5). Nachweise im Binnenland sind seltener und meist an größere Gewässer gebunden.
Zitiervorschlag:
Trepte, A. (2026): [Seitentitel]. Abgerufen am [TT. Monat JJJJ], von [URL]
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