Für den Zeitraum 1986–2021 liegen in Deutschland lediglich 13 von der DAK anerkannte Nachweise des Drosseluferläufers (Actitis macularius) vor. Aufgrund der geringen Fallzahl lassen sich nur vorsichtige Aussagen treffen.
Saisonales Auftreten: Der Schwerpunkt liegt im Frühjahr, insbesondere im Mai, auf den 38 % aller Nachweise entfallen. Insgesamt stammen fast die Hälfte aller Beobachtungen aus den Monaten März bis Mai. Nachweise liegen aus nahezu allen Jahreszeiten vor, während Januar und Dezember in den anerkannten DAK-Daten fehlen.
Langzeitaufenthalte: Während viele Drosseluferläufer nur einen Tag beobachtet werden, verbleiben einzelne Vögel über längere Zeit an geeigneten Rastplätzen. Der bislang längste von der DAK anerkannte Aufenthalt dauerte 79 Tage (Kiel, 2021). Weitere Vögel hielten sich mehrere Wochen an einem Ort auf. Auch in den Wintern 2024/25 wurden außergewöhnlich lange Aufenthalte registriert, diese Nachweise stehen jedoch noch aus der DAK-Prüfung aus.
Europäischer Kontext: In Europa tritt die Art vor allem entlang der Atlantikküste als Irrgast auf. Während in Großbritannien, Irland und auf den Azoren Herbstbeobachtungen dominieren, überwiegen auf dem europäischen Festland die Nachweise im Frühjahr.
Zitiervorschlag:
Trepte, A. (2026): [Seitentitel]. Abgerufen am [TT. Monat JJJJ], von [URL]
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