Der Rötelfalke in Deutschland

7 Nachweise von 1996 bis 2017 (Stand 2022)

Hinweis: Die Zahl im Marker gibt die Anzahl der Beobachtungen an. Fallen mehrere Beobachtungen auf denselben Ort, wird die am häufigsten vertretene Jahreszeit angezeigt.Dekade und Jahreszeit richten sich nach dem Datum der Erstbeobachtung.Bei Auswahl einer Jahreszeit erscheinen nur die entsprechenden Beobachtungen. Da Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland erst seit den 1980er Jahren systematisch geprüft werden, sind ältere Beobachtungen zunächst ausgeblendet.

Der Rötelfalke ist in Deutschland eine Ausnahmeerscheinung, deren Auftreten in den vergangenen 200 Jahren etwa 40-mal dokumentiert wurde. 

Die meisten Beobachtungen stammen aus den Monaten April und Mai. Bemerkenswert sind der Abschuss eines Weibchens 1902 bei München, das ein Ei im Ovidukt trug, sowie der Fund eines toten Rötelfalkens im Mai 1968 bei Parchim, der in der Steiermark (Österreich) beringt worden war.

Erst seit den 1980er Jahren werden Beobachtungen seltener Vogelarten in Deutschland systematisch geprüft. Die Zählung der Nachweise setzt deshalb erst mit der Beobachtung eines adulten Männchens am 12. August 1996 auf Helgoland ein.

Im 19. Jahrhundert

  • Baden-Württemberg; Karlsruhe; 1818; Jungvogel
  • Sachsen-Anhalt; Halle; April 1821
  • Mecklenburg-Vorpommern; Vorpommern-Greifswald; Anklam (Nerdin); vor 1837
  • Mecklenburg-Vorpommern; Rostock; vor 1837
  • Helgoland; 1837 und 1839 Männchen
  • Helgoland; 1839 oder 1840 Jungvogel
  • Bayern; Erlangen; Mai 1840; Männchen
  • Hessen; Hanau; 30. April 1845; zwei Männchen
  • Sachsen; Nordsachsen Dahlen; Schmannewitzer Flur; 30. August 1884; Weibchen
  • Sachsen-Anhalt; Salzlandkreis; Barby (Lödderitz); vor 1850; Männchen (adult)
  • Sachsen-Anhalt; Anhalt-Bitterfeld; Zerbst; vor 1850; Männchen (adult)
  • Berlin; Tegel; vor 1871; Weibchen
  • Sachsen-Anhalt; Salzlandkreis; Güsten; 10. September 1892
  • Sachsen-Anhalt; Salzlandkreis; Straßfurt (Hohenerxleben); 14. September 1892
  • Baden-Württemberg; Breisgau-Hochschwarzwald; Mülheim (Zienken); August 1896
  • Hessen; Hessisches Ried; vor 1898 im Hessischen Ried
  • Nordrhein-Westfalen; Steinfurt; Burgsteinfurt; 20. April 1899; Weibchen

Im 20. Jahrhundert

  • Bayern; München; Ende Mai 1900; Männchen
  • Bayern; Dachau; 1. Mai 1901; Männchen
  • Bayern; München; Allach; 4. Mai 1902; ein Männchen und ein Weibchen mit Ei im Ovidukt
  • Bayern; Ostallgäu; Füssen; 12. April 1904; adultes Weibchen
  • Bayern; Rosenheim; Endorf; 14. September 1904; adultes Weibchen
  • Mecklenburg-Vorpommern; Rostock; Lalendorf; 12. Mai 1907; K1
  • Bayern; München; Schleißheim; 18. April 1910; Männchen
  • Niedersachsen; Peine; Bortfeld; September 1929
  • Niedersachsen; Peine; Lengede; September 1932 oder 1933
  • Bayern; Augsburg; 1. September 1947; Männchen
  • Rheinland-Pfalz; Bad Kreuznach; 8. April 1955; Männchen
  • Bayern; Landsberg am Lech; Dießen; 7. Juni 1955; Männchen
  • Bayern; Günzburg; Leipheimer Moos; 21. Mai 1964; Männchen
  • Baden-Württemberg; Esslingen; Owen; September 1964; Männchen
  • Sachsen-Anhalt; Salzlandkreis; Barby (Lödderitzer-Forst); 26. Mai 1964; Weibchen
  • Mecklenburg-Vorpommern; Parchim; Repzin; 5. Mai 1968; Totfund
  • Baden-Württemberg; Reutlingen; Achalm; 1. Mai 1970
  1. Helgoland; 12. August 1996; adultes Männchen
  2. Brandenburg; Uckermark; Randowbruch; 1. Juli 1997; Männchen

Im 21. Jahrhundert

  1. Schleswig-Holstein; Dithmarschen; Dithmarschener-Speicherkoog; 6.–12. Juli 2007; adultes Männchen
  2. Niedersachsen; Hameln-Pyrmont; Bäntorf; 22.–25. August 2015; Männchen; K2
  3. Mecklenburg-Vorpommern; Rostock; Jördenstorf; 23. August 2015; adultes Männchen
  4. Bayern; Landsberg am Lech; Eching; 12.–14. Mai 2016; Männchen; K2
  5. Bayern; Bad Kissingen; Wartmannsroth-Schwärzelbach; 29.–30. September 2017; Männchen; K2+

Quellen und Links

Zitiervorschlag:

Trepte, A. (2026): [Seitentitel]. Abgerufen am [TT. Monat JJJJ], von [URL]

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