Steinschmätzer

Oenanthe oenanthe

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Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
Karte zur weltweiten Verbreitung des Steinschmätzers (Oenanthe oenanthe).
Verbreitung

Der Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) ist ein Singvogel aus der Familie der Fliegenschnäpper. Er bevorzugt ein offenes karg bewachsenes Gelände. Das Brutgebiet erstreckt sich über ganz Europa, den gesamten Norden des asiatischen Kontinents, Alaska und die Küstenregionen von Grönland und nordost Kanadas. Das Überwinterungsgebiet ist vergleichsweise klein. Die gesamte Population überwintert in Afrika südlich der Sahara. Wie alle Vertreter der Gattung Steinschmätzer sind die Männchen viel auffälliger gefärbt als die Weibchen.

Vorkommen in Deutschland

Karte zur Verbreitung des Steinschmätzers in Deutschland.
Verbreitung

Das Vorkommen des Steinschmätzers in Deutschland beschränkt sich im Wesentlichen nur noch auf die Ostdeutschen Bundesländern. Darüber hinaus gibt es kleine Populationen in Ost- und Nordfriesland, im Allgäu und im Oberrheinischen Tiefland zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz.

Die Vogelart kam zu Beginn des letzten Jahrhunderts in ganz Deutschland vor. Mit Ausnahme des Alpenvorlandes und den eher kühl-feuchten Mittelgebirgsregionen galt der Steinschmätzer als verbreiteter Brutvogel. Noch 1980 wurde der Brutbestand in Gesamtdeutschland auf ca. 23.000 Brutpaare geschätzt. Heute sind es wahrscheinlich nicht mehr als 6500 Paare. Die Art hat sehr unter dem Rückgang ihrer bevorzugten Habitate zu leiden. 

Gesang

Steinschmätzer sind ausgesprochen territorial, auch im Winterquartier. Zur Reviermarkierung unternimmt das Männchen Singflüge, bei denen die Schwanzfedern durch Spreizen zur Schau gestellt werden.   

Reviergesang

Rufe


Quellen und Links

  • Informationen zum Steinschmätzer in der Wikipedia.
  • Eintrag zum Steinschmätzer im Handbook Birds of the World.
  • Datenblatt zum Steinschmätzer bei Avibase.
  • Informationen zum Status und zur Gefährdung des Steinschmätzer bei BirdLife International.
  • Vogelstimmen des Steinschmätzer bei xeno-canto.
  • Aktuelle Beobachtungen zum Steinschmätzer aus der Datenbank von Naturgucker.de.
  • Lars Svensson, Peter J. Grant [1999]: Der Kosmos Vogelführer. Kosmos Verlag.
  • Gedeon, K., C. Grüneberg, A. Mitschke, C. Sudfeldt, W. Eickhorst, S. Fischer, M. Flade, S. Frick, I. Geiersberger, B. Koop, Bernd, M. Kramer, T. Krüger, N. Roth, T. Ryslavy, S. Stübing, S. R. Sudmann, R. Steffens, F. Vökler, K. Witt (2014): Atlas Deutscher Brutvogelarten – Atlas of German Breeding Birds. Herausgegeben von der Stiftung Vogelmonitoring und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten. Münster
  • Kartenvorlage: Karte: NordNordWest, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de
  • Karte: San Jose, 1 April 2007, adapted by Chumwa, 6 May 2008 [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons
  • del Hoyo, J., Elliott, A., Sargatal, J., Christie, D.A. & de Juana, E. (eds.) (2014). Handbook of the Birds of the World Alive. Lynx Edicions, Barcelona. (retrieved from http://www.hbw.com/ on 30 October 2018).